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Über die Haltung
von Papageien

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Unser Kapitel über die Haltung von Papageien zerfällt in 2 Bereiche:

  • die eigentliche Haltung und
  • die gesetzlichen Vorschriften, die zu beachten sind.

Leider stehen die gesetzlichen Vorschriften rein zeitlich gesehen nun mal vor der Anschaffung der Vögel, weshalb wir sie auch hier zuerst behandeln:

Gesetzliche Bestimmungen für die Papageienhaltung:

Die Haltung von Papageien (und natürlich auch von anderen Vögeln und Tieren) ist in Deutschland extrem bürokratisch geregelt. Die Gesetze und Verordnungen sind ausgesprochen unübersichtlich und selbst für die Verwaltungsangestellten in den zuständigen Behörden manchmal kaum zu durchschauen.

Es ist deshalb gut, wenn man sich als Vogelhalter rechtzeitig selbst einen Überblick über die Regelungen verschafft, um nicht mit den Behörden in Konflikt zu geraten, sondern auf einer Augenhöhe mit ihnen verhandeln zu können (bzw. dem Kontakt mit der Behörde möglichst aus dem Wege gehen zu können).

Folgendes sollten Sie unbedingt wissen:

Es gibt mindestens folgende 8 Vorschriften, die greifen (können). Der Vollständigkeit halber zählen wir hier alles auf, aber keine Angst: Es wird auch hier nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

Die Grundregeln sind eigentlich einfach und einleuchtend und lauten: Je kleiner die Gehege sind und je unkomplizierter die Arten, dessto leichter kommt man klar. Und zweitens: Fast alles ist machbar, sofern man bereit ist, sich an die Gesetze zu halten. Drittens: Öffentliche Einrichtungen mit wissenschaftlicher Leitung geniessen eine ziemliche Narrenfreiheit - was die dürfen, darf der private Halter noch lange nicht. Aber das kennen Sie sicherlich auch aus anderen Bereichen . . .

Und hier die Gesetze - sie sind alle für fast alle Papageienhalter von Bedeutung!

  • Das Washingtoner Abkommen (WA, CITES) > mehr dazu hier
  • Die EG-Verordnung Nr. 338/97 (Artenschutzverordnung) von 1984 (konkretisiert das WA)
    > mehr dazu hier
  • Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) > mehr dazu hier
  • Das BundesartenschutzGesetz (BArtSchG)
  • Die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) in ihrer Fassung vom 16. Februar 2005 (setzt die EG-Verordnung in nationales Recht um) > mehr dazu hier
  • Die einzelnen Landesnaturschutzgesetze
  • Eventuell abweichende Bestimmungen Ihres Bundeslandes zu den Bestimmungen über Tiergehege > mehr dazu hier
  • Die Mindestanforderungen entsprechend dem Gutachten von 1995 > mehr dazu hier

Der Papageienliebhaber hat also folgendes zu beachten:

Die Haltung von Papageien, die ausweislich ihrer Dokumente legal in die Europäische Gemeinschaft verbracht worden oder hier gezüchtet worden sind, ist problemlos möglich. Sie brauchen diesen Nachweis für alle Papageienvögel mit Ausnahme folgender 4 Arten: Wellensittich, Nymphensittich, Rosenköpfchen und Alexandersittich.

Die ersten 3 fallen nicht unter die Artenschutzgesetzgebung; der Alexandersittich ist im WA erfasst (Anhang II) und somit auch von der EG-Verordnung (Anhang B). Es gibt für diese Art aber trotzdem diese Ausnahmeregelung.

Ebenfalls ziemlich unbürokratisch ist die Haltung folgender häufiger und regelmässig gezüchteter Arten:

Agapornis fischeri Pfirsichköpfchen
Agapornis nigrigenis Rußköpfchen
Agapornis personatus Schwarzköpfchen
Agapornis roseicollis Rosenköpfchen
Agapornis taranta Tarant-Unzertrennlicher
Alisterus scapularis Australischer Königssittich
Aprosmictus erythropterus Rotflügelsittich
Barnardius barnardi Barnardsittich
Barnardius zonarius semitorquatus Kragensittich
Barnardius zonarius zonarius Bauers-Ringsittich
Bolborhynchus lineola Katharina-Sittich
Cyanoramphus forbesi Forbes Springsittich
Cyanoramphus novaezelandiae Ziegensittich
Forpus coelestis Blaugenick-Sperlingspapagei
Forpus crassirostris Blauflügel-Sperlingspapagei
Forpus conspicillatus Augenring-Sperlingspapagei
Forpus passerinus Grünbürzel-Sperlingspapagei
Forpus xanthops Gelbgesicht-Sperlingspapagei
Lathamus discolor Schwalbensittich
Myiopsitta monachus Mönchssittich
Neophema chrysostoma Feinsittich
Neophema elegans Schmucksittich
Neophema pulchella Schönsittich
Neophema splendida Glanzsittich
Neopsephotus bourkii Bourkesittich
Northiella haematogaster Blutbauchsittich
Platycercus adscitus Blasskopfrosella
Platycercus caledonicus Gelbbauchsittich
Platycercus elegans Pennantsittich
Platycercus eximius Rosellasittich, Prachtrosella
Platycercus flaveolus Strohsittich
Platycercus icterotis Stanleysittich
Platycercus venustus Brownssittich
Polytelis alexandrae Princess-of-Wales-Sittich
Polytelis anthopeplus Bergsittich
Polytelis swainsonii Schild- oder Barrabandsittich
Psephotus dissimilis Hooded-Sittich
Psephotus haematonotus Singsittich
Psephotus varius Vielfarbensittich
Psittacula eupatria Großer Alexandersittich
Purpureicephalus spurius Rotkappensittich

Dies sind nach Anlage 5 der Bundesartenschutzverordnung von der (aufwendigen) Anzeigepflicht des § 7 Abs. 2 ausgenommene Arten.

Nach § 7 der Bundesartenschutzverordnung müssen Sie natürlich ausserdem "die erforderliche Zuverlässigkeit und ausreichende Kenntnisse über die Haltung und Pflege der Tiere" haben.

Wenn Sie die Vögel ausserhalb von Wohn- und Geschäftsräumen halten wollen (Gartenvoliere), gelten diese Anlagen i.d.R. als Tiergehege, die unter § 43 des BundesNaturschutzGesetzes fallen.

Die gesetzlichen Anforderungen unterliegen z.T. dem Landesrecht und können sich jederzeit ändern. Bitte informieren Sie sich vor der Anschaffung von Papageien deshalb aktuell bei Ihrer zuständigen Behörde, zunächst am besten bei der Unteren Naturschutzbehörde.(sie ist beim Kreis angesiedelt)

Unsere Informationen sind zwar sorgfältig recherchiert, eine Gewähr für ihre Richtigkeit kann der Verfasser jedoch in keinem Fall übernehmen.

Tiergehege sind so zu errichten und zu betreiben, dass die sich aus BundesNaturschutzGesetz § 42 Absatz 3 Nummer 1 bis 4 ergebenden Anforderungen eingehalten werden.

Wenn Sie diese Anforderungen einhalten, kann Ihnen eigentlich nichts passieren. Bei diesen Punkten geht es vor allem um eine artgerechte Haltung in einem entsprechenden Gehege; Sie finden diese 4 Punkte hier..

Der wichtigste Punkt dabei ist wohl, dass das Gehege nach Lage, Größe und Gestaltung und innerer Einrichtung art- und tiergerecht ausgestaltet sein muss. Dabei hilft Ihnen die Kenntnis folgender Regelung: Gutachten der Sachverständigengruppe über die Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien (10. Januar 1995) > mehr dazu hier

Wenn Sie die Anforderungen aus dem Gutachten von 1995 erfüllen (und die sind wirklich nicht zu hoch), kann Ihnen der folgende Absatz eigentlich egal sein:

Die Länder können nämlich auch bestimmen, dass diese Anforderungen nach § 42 Absatz 3 Nummer 1 bis 4 nicht gelten für Gehege, die nur eine geringe Fläche beanspruchen oder in denen nur eine geringe Anzahl an Tieren oder Tiere mit geringen Anforderungen an ihre Haltung gehalten werden. Der Streitpunkt kann also sein: Was bedeutet "gering"? Wie das in Ihrem Bundesland gehandhabt wird, müssen Sie bei der Behörde nachfragen. Erster Ansprechpartner dabei sollte die Untere Naturschutzbehörde sein (bei den Landkreisen angesiedelt)

Einige Grundsätze zur Papageienhaltung:

Dieses Kapitel überarbeiten wir gerade; wir bitten um Entschuldigung

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