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Der Mönchssittich
gehört zu den Neuweltpapageien (Arini); er ist eigentlich
in Südamerika (Argentinien, Brasilien, Uruguay, Bolivien
und Paraguay) beheimatet.
Seit einigen
Jahrzehnten trifft man ihn allerdings auch in anderen Gebieten
und sogar in Europa an. In Belgien, Frankreich Großbritannien,
Italien, Niederlande, Portugal, Schweiz und Spanien sind die Vögel
anzutreffen. Für Deutschland sind die Angaben widersprüchlich
- möglicherweise ist die Art aktuell (2011) nicht freilebend
in Deutschland zu beobachten.
Die europäischen
Vögel sind vor Jahren aus Gehegen entkommen und haben sich
in mehreren Ländern zwischenzeitlich fest etabliert. Man
bezeichnet solche Neubürger als Neozoen.
In der Vogelwelt gibt es (bezogen auf Deutschland) davon nicht
so sehr viele; bekannte Beispiele sind der Halsbandsittich
(Psittacula krameri, Kleiner Alexandersittich) - er lebt in
über 1000 Exemplaren im Grossraum Köln, einige auch
im Raum Hamburg) und die berühmten Nandus in Norddeutschland
(eine Gruppe von aktuell ca. 100 Tieren im Bereich der ehemaligen
Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern)
Mönchssittiche
sind noch aus einem weiteren Grund sehr interessante Vögel:
Während
alle anderen Papageienarten Höhlenbrüter sind,
bauen Mönchssittiche riesige Gemeinschaftsnester aus
Reisig. Das einzelne Nest erinnert an ein Elsternnest, aber es
werden viele eng aneinander gebaut, ähnlich wie es die afrikanischen
Webervögel machen.
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