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Gelbbrustaras, Ararauna

Gelbbrustara -

sicherlich einer der schönsten

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Der Gelbbrustara (Ara ararauna, Engl.: The Blue-and-yellow Macaw; Franz.: L'ara bleu, im Deutschen gelegentlich auch Blaugelber Ara) ist ein wirklich prächtiger Ara - vor allem im hellen Sonnenlicht kommt seine grossartige Gefiederfärbung richtig zur Geltung. Dieser Vogel gehört zu den häufiger gehaltenen Ara-Arten und wird vielleicht gerade deshalb manchmal unterschätzt: Selten ist teuer ist begehrt.
Tatsächlich aber ist er ein ausserordentlich schöner Vertreter der Aras; besonders im Flug kommen die klaren Gefiederfarben schön zur Geltung. Die Haltung des Ararauna ist möglich; der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Beschreibung:

Gelbbrustaras, Ararauna

Der Gelbbrustara erreicht eine Körpergröße von etwa 85 cm, wovon natürlich ein grosser Teil auf den langen Schwanz entfällt. Die Oberseite des Gefieders ist leuchtend cyan-blau, Stirn und Oberkopf sind olivgrün, die Kehle ist samtig schwarz. Brust und Bauch wie auch die Unterseite der Flügel sind von einem intensiven Gelb.
Der Gelbbrustara darf nicht verwechselt werden mit dem extrem seltenen Blaulatzara (Ara glaucogularis, auch Ara caninde)

Wie bei allen Aras ist ein Geschlechtsdimorphismus nicht ersichtlich und selbst auf das Verhalten kann man sich nicht verlassen: Auch gleichgeschlechtliche Vögel benehmen sich häufig wie ein Paar. Aber ein DNA-Test ist heute nichts besonderes mehr und liefert zuverlässig Informationen über das Geschlecht.

Verbreitung:
Der Gelbbrustara ist über den ganzen südamerikanischen Kontinent einschliesslich der Insel Trinidad verbreitet.

Nahrung:
Seine Nahrung besteht aus Früchten, Nüssen und Beeren aller Art. In Menschenobhut kann ein grobes Körnerfutter die Grundnahrung darstellen, das z.T. angekeimt sein sollte. Vor allem während der Brutzeit ist frisches Keimfutter wirklich wichtig. Ausserdem will er Grünpflanzen und knabbert Knospen und die jungen Triebe der Bäume (Obstbaumzweige).
Frische Zweige und weiches Holz sind nicht nur wichtige Nahrungsbestandteile, sondern sollten auch als Beschäftigungsmaterial immer angeboten werden. Täglich frisches Obst und Gemüse ist wohl selbstverständlich. Sehr gerne werden Maiskolben genommen, bevorzugt halbreife. Tiefgefroren können sie das ganze Jahr über zur Verfügung stehen.

Wie alle Ara-Arten ist auch den Ararauna angewiesen auf die Zufuhr von Mineralien, die er im Freiland über mineralhaltige Erde zu sich nimmt.

Haltung in Menschenobhut:
Gelbbrustaras werden traditionell in Volieren gehalten, die Mindestmaße werden oft mit 8 qm bei 2 m Höhe angegeben. Auch ein Schutzhaus ist vorgeschrieben, in dem eine Temperatur von 10 Grad gewährleistet werden kann.

Gelbbrustara, Ararauna im Flug

Wer allerdings Gelbbrustaras - das gilt natürlich auch für die anderen grossen Aras - schon mal in freier Natur erlebt hat, wird sich für diese Art der Haltung nicht mehr begeistern können: Die grossen Vögel sind sehr gute und schnelle Flieger, die ihr interessantes Verhaltensrepertoire auch nur bei entsprechend grosszügiger Haltung zeigen. Und das heisst:
Keine Voliere unter 20 m Länge! Die Haltung im Vogelknast ist nach Meinung des Verfassers nur vertretbar, wenn man die Möglichkeit hat, die Vögel an Freiflug zu gewöhnen. Das ist gar nicht so schwierig, stösst allerdings nicht immer auf die Zustimmung von Nachbarn und Behörden.

Vor allem mit den Nachbarn gibt es ausserdem fast regelmässig Konflikte wegen des Lärms, den Gelbbrustaras machen können: Das Schreien und Krächzen ist nicht sehr melodisch und kann eine Lautstärke von 120 db erreichen. Da fallen einem die Ohren ab, wenn man zu nahe daneben steht!

Wichtig für das Wohlbefinden Ihrer Gelbbrustaras ist ein grosses Badebecken mit immer sehr frischem Wasser. Es sollte nicht unter einem Quadratmeter gross sein, besser grösser. Bewährt haben sich Betonbecken, die mit einem Ablauf über einer Sickergrube angelegt werden. Dadurch ist die tägliche Reinigung ein Kinderspiel; auf dem rauhen Betonboden können die Vögel auch sicher stehen. Selbstverständlich baden Aras auch gerne im Sand. Nach Erfahrung des Verfassers sind Wasserbäder allerdings wichtiger für das Wohlbefinden dieser Vögel.

Vermehrung:
Araraunas sind im Alter von 6 - 7 Jahren fortpflanzungsfähig. Sie kommen in Menschenobhut relativ leicht zur Brut und erfahrene Paare erfreuen ihren verantwortungsbewussten Pfleger jedes Jahr mit 2 - 4 Jungvögeln.
Die Jungen schlüpfen nach einer Brutzeit von 25 bis 30 Tagen; die Nestlingszeit beträgt 80 - 85, gelegentlich bis 90 Tage und mit 6 - 9 Monaten werden die Jungvögel dann endlich selbständig.

Wenn die Tiere gebrütet haben und die Jungen ausfliegen, kann die grosse bzw. lange Voliere eventuell zur tödlichen Falle werden: Die flüggen Jungaras stürzen sich gleich bei ihrem ersten Flug aus der Bruthöhle und erreichen sofort ein beachtliches Tempo. Nach 20 m Volierenlänge endet das nicht selten mit einer tödlichen Kollision am Gitter. Vor dem Ausfliegen der Jungvögel sollte man grosse Volieren deshalb mit einem Netz abteilen, so dass die Jungen schon nach 2 m gestoppt werden.

Gelbbrustaras lassen sich mit anderen grossen Aras problemlos vergesellschaften; auch in ihrer Heimat fliegen sie oft in gemischten Verbänden zu besonders ergiebigen Futterstellen. Sie verstehen sich so gut mit anderen Arten, dass sie sich ggf. auch mit ihnen paaren und erfolgreich Junge aufziehen. Bekannt sind Hybriden mit Hyazinth-, Grünflügel- und Hellrotem Ara. Diese sehen z.T. wirklich sehr gut aus, sind aber natürlich im Sinne des Artenschutzes nicht erwünscht.

Gelbbrustaras, Araraunas im Flug
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