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Aras gehören
zu den Neuweltpapageien
(Arini) und dort in die Unterfamilie der Keilschwanzsittiche.
Sie sind für viele Menschen der Inbegriff des Papageis
überhaupt. Die grössten von ihnen werden bis zu einem
Meter lang. Die derzeit 148 Arten der Neuweltpapageien werden
in zahlreiche Gattungen unterteilt, von denen uns in diesem Kapitel
folgende 4 Gattungen mit insgesamt 16 Arten interessieren sollen:
Die 4 Gattungen
sind:
Alle Aras
sind in ihrem Bestand bedroht.
In den Zoos und Parks gelten insbesondere Gelbbrustara (Ararauna),
Hellroter Ara und Dunkelroter Ara als Vögel mit
hohem Schauwert. Der begehrteste ist allerdings der Hyazinth-Ara,
der wegen seiner Seltenheit aber nicht oft gezeigt wird.
Die Vermehrung
von Aras in Menschenobhut ist möglich - eigentlich bei allen
Arten, wobei sich die Erfolge bei einigen Arten leider sehr zögerlich
einstellen. Immer noch werden Aras der freien Wildbahn entnommen;
die Artenschutzgesetzgebung und ihre Kontrolle ist in vielen Ländern
nicht sehr ausgeprägt. Durch die laxe Handhabung des Artenschutzes
in einigen Ländern gelangen auch immer wieder angebliche
Zoo-Nachzuchten nach Deutschland, die tatsächlich aber Entnahmen
aus freier Wildbahn sind.
Leider wird
die legale Vermehrung von Papageien in Menschenobhut von
Behörden und auch vielen Tierfreunden nicht etwa gefördert,
sondern behindert und in eine halb-kriminelle Ecke gestellt, so
dass bei halbseidenen Papageienhaltern die Versuchung gross ist,
dann tatsächlich illegalen und halblegalen Importen den Vorzug
zu geben vor der aufwendigen Nachzucht.
Der Loro-Park
auf Teneriffa rühmt sich, die artenreichste Papageiensammlung
der Welt zu zeigen, von den 16 Ara-Arten werden dort aktuell (2011)
alle gepflegt und bis auf den Spix-Ara werden wohl auch alle davon
mehr oder weniger regelmässig nachgezüchtet.
Um eine höhere
Vermehrungsrate zu erreichen, werden Aras (wie auch andere seltene
Vögel) häufig mit der Hand aufgezogen. Zur Problematik
von Handaufzuchten können Sie sich hier
genauer informieren.
Der Mangel
an Zuchttieren (und die Unvernunft vieler Züchter) führt
leider auch zu Verpaarungen zwischen den verschiedenen Arten der
Eigentlichen Aras. Die Jungen sehen sehr interessant aus, sind
aber natürlich für den Arterhalt völlig wertlos.
Ara-Paare
bleiben lebenslänglich zusammen. Das Gelege umfasst
i.d.R. 2- 4 Eier; bei ausreichender Versorgung werden alle geschlüpften
Jungen auch gross. Sie sind ihrerseits mit ca. 5 Jahren fortpflanzungsfähig.
Was für
fast alle Papageienarten gilt, ist bei den grossen Aras besonders
wichtig: Die Gehege dürfen nicht zu gross sein, wenn die
Jungen ausfliegen. Junge, unerfahrene Aras stürmen geradezu
aus dem Nistkasten - so, wie sie es eben auch in freier Wildbahn
machen - und brechen sich schon bei ihrem ersten Ausflug das Genick,
wenn sie mit vollem Tempo gegen den Volierendraht knallen. Das
Gehege wird deshalb verkürzt oder zugehängt, damit die
Tiere die Hindernisse besser erkennen können.
Dem Verfasser
ist nicht bekannt, ob es in Deutschland Versuche gibt oder gegeben
hat, die grossen Papageien im Freiflug zu vermehren; er selbst
hat bei Hornvögeln damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Zur Situation
im Freiland:
In freier
Wildbahn sieht es für einige Arten sehr schlecht aus: Der
Weltbestand an freilebenden Hyazintharas wird auf wenige Tausend
Tiere geschätzt, vom Lear-Ara gibt es wohl nur noch weniger
als Tausend und der Spix-Ara dürfte in freier Woldbahn ausgestorben
sein (wir gehen bei der Beschreibung der einzelnen Arten
natürlich auch auf die Bestandssituation ein).
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