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Im Vogelpark Marlow in Mecklenburg-Vorpommern werden auch grosse Aras gehalten

Aras -

die ganz grossen aus Südamerika

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Aras gehören zu den Neuweltpapageien (Arini) und dort in die Unterfamilie der Keilschwanzsittiche. Sie sind für viele Menschen der Inbegriff des Papageis überhaupt. Die grössten von ihnen werden bis zu einem Meter lang. Die derzeit 148 Arten der Neuweltpapageien werden in zahlreiche Gattungen unterteilt, von denen uns in diesem Kapitel folgende 4 Gattungen mit insgesamt 16 Arten interessieren sollen:

Die 4 Gattungen sind:

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Blauaras (Anodorhynchus) mit den 2 - 3 rezenten Arten

  • Hyazinthara (Anodorhynchus hyacinthinus) und
  • Lear-Ara (Anodorhynchus leari)
  • Türkis-Ara (Anodorhynchus glaucus, auch: Meerblauer Ara)

Der Türkisara, auch Meerblauer Ara (Anodorhynchus glaucus) gilt als ausgestorben. Die Angaben sind allerdings stark unterschiedlich; angeblich wurden noch 1975 mehrere Tiere gesehen. Er könnte evtl. in Uruguay noch vorkommen.

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Spix-Aras (Cyanopsitta) mit der einzigen Art

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Eigentliche Aras (Ara) mit folgenden 12 rezenten Arten:

  • Gelbbrustara, Ararauna (Ara ararauna)
  • Blaulatzara auch Blaukehlara oder Caninde-Ara (Ara glaucogularis oder caninde)
  • Kleiner Soldatenara (Ara militaris)
  • Großer Soldatenara (Ara ambiguus od. ambigua, gelegentl. auch: Bechsteinara)
  • Hellroter Ara, Arakanga (Ara macao)
  • Grünflügelara auch Dunkelroter Ara (Ara chloroptera)
  • Rotohrara (Ara rubrogenys)
  • Rotbugara (Ara severa)
  • Rotbauchara (Ara manilata, die Art wird von einigen Wissenschaftlern als einzige Art Orthopsittaca manilata in die eigene Gattung Orthopsittaca gestellt)
  • Rotrückenara (Ara maracana, die Art wird von einigen Wissenschaftlern als Primolius maracana in die eigene Gattung Primolius gestellt)
  • Blaukopfara oder Gebirgsara (Ara couloni, die Art wird von einigen Wissenschaftlern als Primolius couloni in die eigene Gattung Primolius gestellt))
  • Goldnackenara (Ara auricollis) die Art wird von einigen Wissenschaftlern als Primolius auricollis in die eigene Gattung Primolius gestellt)
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Zwergaras (Diopsittaca) mit der einzigen Art

  • Blaustirn-Zwergara, Rotschulterara, Hahns Zwergara (Diopsittaca nobilis, früher ara nobilis)

Alle Aras sind in ihrem Bestand bedroht. In den Zoos und Parks gelten insbesondere Gelbbrustara (Ararauna), Hellroter Ara und Dunkelroter Ara als Vögel mit hohem Schauwert. Der begehrteste ist allerdings der Hyazinth-Ara, der wegen seiner Seltenheit aber nicht oft gezeigt wird.

Die Vermehrung von Aras in Menschenobhut ist möglich - eigentlich bei allen Arten, wobei sich die Erfolge bei einigen Arten leider sehr zögerlich einstellen. Immer noch werden Aras der freien Wildbahn entnommen; die Artenschutzgesetzgebung und ihre Kontrolle ist in vielen Ländern nicht sehr ausgeprägt. Durch die laxe Handhabung des Artenschutzes in einigen Ländern gelangen auch immer wieder angebliche Zoo-Nachzuchten nach Deutschland, die tatsächlich aber Entnahmen aus freier Wildbahn sind.

Leider wird die legale Vermehrung von Papageien in Menschenobhut von Behörden und auch vielen Tierfreunden nicht etwa gefördert, sondern behindert und in eine halb-kriminelle Ecke gestellt, so dass bei halbseidenen Papageienhaltern die Versuchung gross ist, dann tatsächlich illegalen und halblegalen Importen den Vorzug zu geben vor der aufwendigen Nachzucht.

Der Loro-Park auf Teneriffa rühmt sich, die artenreichste Papageiensammlung der Welt zu zeigen, von den 16 Ara-Arten werden dort alle gepflegt (Stand: 2012) und bis auf den Spix-Ara werden wohl auch alle davon mehr oder weniger regelmässig nachgezüchtet. Mittlerweile hat sich auch beim Spix-Ara schon Nachwuchs eingestellt (auf der Seite über den Spix-Ara berichten wir detaillierter darüber).

Um eine höhere Vermehrungsrate zu erreichen, werden Aras (wie auch andere seltene Vögel) häufig mit der Hand aufgezogen. Zur Problematik von Handaufzuchten können Sie sich hier genauer informieren.

Der Mangel an Zuchttieren (und die Unvernunft vieler Züchter) führt leider auch zu Verpaarungen zwischen den verschiedenen Arten der Eigentlichen Aras. Die Jungen sehen oft sehr interessant aus, sind aber natürlich für den Arterhalt völlig wertlos.
Einige solcher Hybriden werden mit eigenen Namen bezeichnet; die Kreuzung aus Kleinem Soldaten-Ara (engl. military macaw) und Ararauna (Gelbbrustara, engl. blue-and-gold macaw) z.B. wird als "Miligold-Ara" bezeichnet.

Ara-Paare bleiben lebenslänglich zusammen. Das Gelege umfasst i.d.R. 2- 4 Eier; bei ausreichender Versorgung werden alle geschlüpften Jungen auch gross. Sie sind ihrerseits mit ca. 5 Jahren fortpflanzungsfähig.

Was für fast alle Papageienarten gilt, ist bei den grossen Aras besonders wichtig: Die Gehege dürfen nicht zu gross sein, wenn die Jungen ausfliegen. Junge, unerfahrene Aras stürmen geradezu aus dem Nistkasten - so, wie sie es eben auch in freier Wildbahn machen - und brechen sich schon bei ihrem ersten Ausflug das Genick, wenn sie mit vollem Tempo gegen den Volierendraht knallen. Das Gehege wird deshalb verkürzt oder zugehängt, damit die Tiere die Hindernisse besser erkennen können.

Dem Verfasser ist nicht bekannt, ob es in Deutschland Versuche gibt oder gegeben hat, die grossen Papageien im Freiflug zu vermehren; er selbst hat bei Hornvögeln damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Zur Situation im Freiland:

In freier Wildbahn sieht es für einige Arten sehr schlecht aus: Der Weltbestand an freilebenden Hyazintharas wird auf wenige Tausend Tiere geschätzt, vom Lear-Ara gibt es wohl nur noch weniger als Tausend und der Spix-Ara dürfte in freier Wildbahn ausgestorben sein (wir gehen bei der Beschreibung der einzelnen Arten natürlich auch auf die Bestandssituation ein).

Die Insel Bali ist ein Urlaubsparadies, liegt aber knapp westlich der Wallace-Linie
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Neuguinea ist ein Vogelparadies

Auch auf Tasmanien kommen Loris vor
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