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Papageien
sind eine eigene Ordnung innerhalb der Klasse der Vögel.
Es sind oft sehr farbenprächtige Tiere, die am liebsten die
lichten Wälder des Tropengürtels bewohnen. Allerdings
gibt es auch Arten, die sehr kälteresistent sind. Die Kakadus
Australiens bewohnen trockene Gebiete im Landesinneren des Kontinents.
Wir kennen
rund 350 Papageienarten, die im wesentlichen zerfallen in zwei
Familien, nämlich die Eigentlichen Papageien (Psittacidae)
und die Kakadus (Cacatuidae).
Bei den Eigentlichen Papageien wird unterschieden zwischen Neuweltpapageien
(mit z.Zt. 148 Arten, zu ihnen gehören auch alle Aras)
und den Altweltpapageien, zu denen vor allem die Loris
und die Plattschweifsittiche gehören.
Papageien
sind sehr kleine (z.B. Sperlingspapagei) bis recht grosse (z.B.
Aras) Vögel, die sich überwiegend von Körnern,
Beeren und Früchten ernähren und auch gerne die jungen
Triebe und die Blüten verschiedenster Pflanzen fressen. Ergänzend
werden auch Insekten und deren Larven von vielen Arten gerne genommen.
Ihre sehr kräftigen Schnäbel - ein gemeinsames
Merkmal aller Papageien - ermöglichen den grossen Arten,
sogar Paranüsse zu knacken. Andererseits ernähren sich
einige Arten (z.B. die Loris) von Nektar und sehr weichen Früchten,
die sie mit ihrer pinselartig aufgefächerten Zunge auslecken.
Die meisten
Papageien haben eine fleischige und recht bewegliche Zunge,
die sie zum Nachahmen komplizierter Laute befähigt ("Sprechen").
Sie gelten neben den Rabenvögeln als die Vögel, die
die erstaunlichsten Geistesleistungen vollbringen. Die Intelligenz
wird mit der von Delfinen und Primaten verglichen.
Fast alle
Papageien gelten in ihren Beständen als gefährdet;
einige sind unmittelbar vom Aussterben bedroht. Gründe
dafür sind die Vernichtung
der tropischen Regenwälder, die Jagd und leider
auch und in besonderem Maße der Fang für die Gehegehaltung.
Papageien
werden auch in ihren Heimatländern vielfach als Haus-
und Heimtiere gehalten und zwar schon seit sehr langer Zeit.
Ihre Bälge und Federn wurden und werden von den indigenen
Bewohnern Südamerikas und Südostasiens zu kunstvollem
Schmuck (teilweise grossflächige kleidungsähnliche Gegenstände)
verarbeitet.
In Australien
werden bes. Kakadus vielfach als landwirtschaftliche Schädlinge
verfolgt; sie finden sich dort gelegentlich zu Schwärmen
zusammen, die mehrere Zehntausend (!) Vögel umfassen können.
Australien hat schon vor langer Zeit die Ausfuhr von Papageien
verboten.
In Europa
sind einige Arten schon seit vielen Hundert Jahren als Heimtiere
bekannt, z.B. Graupapagei und Halsbandsittich, Wellen- und Nymphensittich.
Heute sollen weltweit angeblich rund 50 Millionen Papageien verschiedenster
Arten in Menschenobhut leben - etwa genauso viele, wie vermutlich
in freier Wildbahn leben. Es gibt in Europa ursprünglich
keine freilebenden Papageien; einige Arten sind aber als Neozoen
gebietsweise heimisch geworden.
In Deutschland
ist die Haltung von Papageien stark reglementiert (CITES-Bescheinigung
erforderlich und gesetzliche Mindestanforderungen beachten). Lediglich
einige Sittich-Arten (Wellensittich, Nymphensittich . . .) sind
problemlos zu bekommen. Die im Handel angebotenen Exemplare sollen
eigentlich alle aus Nachzucht in Menschenobhut stammen.
Alle Arten
von Papageien lassen sich gut pflegen, wenn auch einige Arten
erhebliche Ansprüche stellen. Die Vermehrung von Papageien
in Menschenobhut ist z.T. nicht ganz einfach, aber bei allen Arten
durchaus möglich. Papageien sind (mit einer Ausnahme, dem
Mönchssittich) Höhlenbrüter.
Sie sind sehr gesellig und sollten nicht alleine gehalten
werden.
Papageien.biz
wird hier die Arten vorstellen,
ihre Nahrungs- und Gehegeansprüche,
Möglichkeiten zur Vermehrung, aktuelle gesetzliche
Vorschriften und die Haltung in deutschen Zoos und
Vogelparks. Wichtig sind uns aber auch die Möglichkeiten
der Beobachtung im Freiland, denn wer einmal die Gelegenheit
hatte z.B. in Süd- oder Mittelamerika
einen grossen Ara fliegen zu sehen, wird schnell erkennen, wie
erbärmlich die meisten Papageien bei uns gehalten werden.
Meinungen und Beiträge unserer Besucher werden wir
gerne veröffentlichen.
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